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In den Brauereien wird zunächst Gersten-Malz geschrotet. Dieses Gersten-Malz wird zusammen mit Wasser in einen großen Bottich - die Maische-Pfanne - gegeben. Anschließend wird der Sud erhitzt. Man nennt diesen Teil der Bierherstellung "Maischen". In dem Malz-Korn sind u. a. Stärke und sog. Enzyme enthalten. Die Enzyme spalten während des ca. 3 Stunden dauernden Maischvorgangs die Stärke in Zucker, den Malzzucker.
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Klassisches Sudwerk noch in Kupfer ausgeführt, heute praktisch nur noch in Edelstahl
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Nach Beendigung des Maischvorgangs wird die Maische in den Läuterbottich gepumpt. In diesem Läuterbottich trennt man die noch vorhandenen festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit. Der Läutervorgang ist sehr zeitaufwendig und dauert bis zu 4 Stunden!
Die nach dem Läutern verbleibenden festen Bestandteile nennt man Treber. Dieser Treber wird auch heute noch als nährstoffreiches Viehfutter verwendet.
Die Flüssigkeit, die aus dem Läuterbottich läuft, enthält neben dem gelösten Malzzucker auch noch andere wertvolle Bestandteile. Man nennt diese Flüssigkeit Vorderwürze. Diese Vorderwürze wird nun weiter zu Bier verarbeitet.
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Innenansicht eines Läuterbottichs
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Nach dem Läutern folgt das "Würze-Kochen". In der Würze-Pfanne wird der Vorderwürze Hopfen zugegeben. Dann wird die Vorderwürze ca. 2 Stunden gekocht. So lange dauert es, bis sich durch das Kochen die Bitterstoffe des Hopfens in dem Sud gelöst haben.
In einem weiteren Bottich, dem "Whirlpool", werden dann die festen Bestandteile des Hopfens von der Flüssigkeit getrennt, so daß aus dem Whirlpool ein klarer Sud abläuft.
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Historische Braurei Links die kombinierte Maische-/Würzepfanne, rechts der Läuterbottich
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Diesen Sud nennt man Bier-Würze. Im letzten Schritt bei der Bierherstellung wird die Bierwürze, die im wesentlichen aus Malzzucker besteht, durch die Bier-Hefe zu Alkohol und Kohlensäure vergoren. Bitte verwechseln Sie die Bier-Hefe nicht mit der "normalen" Back-Hefe. Nur die Bier-Hefe gibt dem Bier den unverwechselbaren Charakter und Geschmack. Dies geschieht durch verschiedene Gärungsnebenprodukte und Aromen, die nur bei der Vergärung des Sudes mit einer Bier-Hefe entstehen. Andere Hefen (wie z. B. Back-Hefen) würden außerdem während der Gärung Stoffe entwickeln, die einen "schweren Kopf" verursachen können!
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Klassische offene Vergägung Der Braumeister prüft den Stammwürze-Gehalt mit der Spindel
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Eine gute Brauerei wird dem "Jung"-Bier vor der Abfüllung noch die Zeit geben, die es braucht, um richtig reifen zu können. Durch die Reifezeit wird nämlich erst ein ausgewogener und ausgeprägter Geschmack des Bieres erreicht.
Danach erfolgt die Filtration zum glasklaren Bier. Da durch die Filtration ein Teil der im Bier gebundenen Kohlensäure entweicht, muß vor der Abfüllung in einer sogenannten Karbonisierungs-Anlage dem Bier technisch wieder Kohlensäure zugefügt werden.
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Ein historischer Lagerkeller Hier reift das Bier zu seiner vollen Würze noch in Holzfässern heran
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